Schiff im Hafen, Trinkbrunnen


Trinkbrunnen im Ortskern kommt nicht so gut an

Der Trinkwasserbrunnen im Wickeder Ortszentrum wird offenbar nur wenig genutzt, so nachzulesen im Soester Anzeiger vom 11.10.2026. Konkrete Zahlen gibt es nicht, da kein Wasserzähler installiert wurde. Bürgermeister Alexander Heine hätte den Standort am Ruhrtalradweg bevorzugt, was jedoch an Kosten und Vorgaben scheiterte.

Für den Brunnen fielen 2024 über 10.000 Euro Investitionskosten an, die laufenden Kosten betragen rund 3.000 Euro pro Jahr. Trotz der geringen Nutzung bleibt die Anlage bestehen, da Kommunen seit dem 12. Januar 2023 gesetzlich verpflichtet sind, öffentliche Trinkwasserbrunnen bereitzustellen.

Der Fall zeigt beispielhaft das Spannungsfeld kommunaler Pflichtaufgaben: Einerseits müssen gesetzliche Vorgaben umgesetzt werden, andererseits stehen Nutzen und Kosten vor Ort nicht immer in einem ausgewogenen Verhältnis. Gerade in finanziell angespannten Zeiten stellt sich die Frage, ob bei der Standortwahl und Ausgestaltung solcher Projekte die örtlichen Gegebenheiten ausreichend berücksichtigt wurden.

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„Das Schiff liegt im Hafen„

Das neue Spielschiff am Ruhrufer ist montiert, aber noch nicht freigegeben. In den kommenden Wochen werden Sandfläche, Schutzzaun und Begrünung fertiggestellt. Anschließend folgen Abnahme und Sicherheitsprüfung.

Noch durch einen Bauzaun abgesperrt ist das „Schiff im Hafen“ zu sehen. Die Außenanlage wird gerade gebaut.

Die rund zwölf Meter lange Spielanlage schließt eine Spielplatzlücke südlich der Bahnlinie und soll sowohl Wickeder Familien als auch Nutzern des Ruhrtal-Radwegs zugutekommen. Die Gesamtkosten liegen bei rund 85.000 Euro, davon trägt die Gemeinde etwa 25.000 Euro. Fördermittel des Landes decken rund 70 Prozent der Kosten. Ob die Außenanlage mit zwei Sitzbänken und asphaltierte Fläche usw. in den Kosten enthalten ist, wird noch einmal nachgefragt.

Mit dem neuen Spielschiff entsteht zweifellos ein attraktives Angebot für Kinder und Familien am Ruhrufer. Gleichzeitig zeigt die öffentliche Diskussion um die Finanzierung, dass Investitionen dieser Art gerade in Zeiten angespannter Gemeindefinanzen sorgfältig abgewogen und transparent begründet werden müssen. Die hohe Förderquote hat die Umsetzung des Projekts erst ermöglicht, dennoch verbleibt ein kommunaler Eigenanteil von rund 25.000 Euro. Es stehen zwar 20.000 EURO im Haushalt 2026 für den Erwerb für Spielgeräten zur Verfügung – dies bezieht sich aber auf die Gesamtanzahl aller Spielplätze. Der Spielplatz, in der Ziegenhude hat ja trotz LIEDER-Förderung auch einiges gekostet. Die Debatte, die nicht zuletzt durch die BG angeregt wurde, verdeutlicht den grundsätzlichen Spagat zwischen notwendigen Sparmaßnahmen und dem Wunsch, die Lebensqualität in Wickede weiter zu verbessern.

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